Chemietanklastwagen verliert Ladung

Stadtteil

- „Explosion und Brand im Wohngebiet Gernsheim Nord“ -

so hätte die Presseüberschrift im Hochsommer 2018 lauten können!

GERNSHEIM, 7. Januar 2019. Am Montagabend verlor ein Tanklastwagen gegen 17.15 Uhr auf der Fahrt vom Tanklager der Fa. Solvadis im Hafengebiet Gernsheim zum Autobahnzubringer eine noch nicht bekannte Menge des leicht entzündbaren Lösungsmittels m-Xylol.  Der Ladungsaustritt erfolgte Ecke Mainzer/Pfungstädter Straße unmittelbar neben dem Wohngebiet Gernsheim Nord.

Der Flammpunkt des ausgetretenen Gefahrgutes liegt laut Gefahrstoffdatenblatt bei 28 Grad Celsius, bei der ein zündfähiges Sauerstoff-m-Xylol-Dampfgemisch entsteht.  Zum Unfallzeitpunkt lag die Außentemperatur bei 8 - 10 Grad Celsius, so dass eine Selbstentzündung zum Glück im Unglück ausgeschlossen werden konnte.

Laut Wikipedia freier Enzyklopädie wirkt Xylol gesundheitsschädigend bei Aufnahme über die Haut und die Atemwege. Es können Kopfschmerzen, Gedächtnis- und Orientierungsstörungen, Schwindel und Atemnot hervorgerufen werden. Xylole sind wassergefährdend und stehen laut Wikipedia unter dem Verdacht, karzinogen, mutagen und reproduktionstoxisch, ebenso wie sensibilisierend zu wirken.

Eine erste Warnung an die Bevölkerung erging über das Portal Kat-Warn, dann über Rundfunk und Ansprachen durch Polizei und Feuerwehr. Ein unmittelbar neben der Unfallstelle befindliches Wohnhaus wurde sicherheitshalber evakuiert.

Dem schnellen und professionellen Einsatz von Polizei und Feuerwehr ist es zu verdanken, dass die Auswirkungen auf die Bevölkerung und Umwelt relativ gering gehalten werden konnten.

So gelangte durch einsetzenden Regen nur wenig des ausgetretenen Gefahrgutes in das Kanalnetz, was über den Ölabscheider der städtischen Kläranlage aufgefangen werden konnte.

Gegen 22.00 Uhr konnte die Kat-Warn-Meldung aufgehoben werden. Der Feuerwehreinsatz

endete gegen 23.00 Uhr für über 80 Feuerwehrleute, die teilweise in Schutzkleidung einen Knochenjob erledigen mussten.

Zumindest zwei Anwohner mussten sich in ärztliche Behandlung begeben und erstatteten

Strafanzeige wegen Körperverletzung i.V.m. mit allen relevanten Straftatbeständen des Umwelt- und Straßenverkehrsrechtes.

Man darf gespannt sein, was die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft ergeben,

denn derzeit ist unklar, wie es nach dem Tankvorgang bei der Fa. Solvadis, zum Ladungsaustritt vor der Bahnüberführung Gernsheim Nord kommen konnte.

Für die SPD Gernsheim ist dieser „Unfall“ ein weiterer Baustein, sich für das Bürgerwohl  der

Gernsheimer Bürger einzusetzen und die Ziele der Bürgerinitiative „Bi8“, gegen eine Erweiterung des Tanklagers Solvadis, zu unterstützen.

Aus unserer Sicht sollten sich das Regierungspräsidium als Genehmigungsbehörde keine weiteren Gedanken über eine zumutbare Erweiterung des Chemietanklagers Solvadis machen, sondern über eine Schließung - aus Sicherheitsgründen -  am derzeitigen Standort nachdenken, resümiert der Vorsitzende der SPD Gernsheim Roland Kramer.

 

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